Galerie Leipzig I - Images de Leipzig I - Leipzig I pictures

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Meiner Heimatstadt Leipzig und deren Umgebung habe ich zwei Galerien gewidmet, geordnet nach den verwendeten Medien. Diese erste Galerie zeigt Aquarelle; in der zweiten sind Acrylbilder und Pastelle enthalten. Früher war Leipzig eine der reichsten und größten Städte Deutschlands. Dies hängt mit den Leipziger Messen ebenso zusammen wie mit der Mentalität der Bürger. Heute zeigt sich Leipzig in einem interessanten Spannungsfeld zwischen Modernität, prächtig renovierter historischer Substanz, und Spuren des Verfalls. Bei meinen malerischen Streifzügen durch Leipzig reizen mich Motive, die dieses Spannungsfeld sichtbar machen – wie auf dem nachstehenden Bild – oftmals mehr als die bekannten Touristenattraktionen.
Das alte Haus  -  La vieille maison  -  The old house.
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 24 x 32


               

 

Eine der Hauptverkehrsadern durch die östlichen Viertel Leipzigs ist die Eisenbahnstraße. Bei einem Spaziergang durch deren Nebenstraßen gibt es zahlreiche Motive zu entdecken, in denen das Spannungsfeld zwischen liebevoll renovierter Substanz und Zeugen des einstigen Verfalls erlebbar wird. Daher hat mich auch diese Ansicht der Hedwigstraße zum Malen gereizt: rechts ein schön sanierter Altbau – und links ein Haus, das noch ebenso verfallen ist, wie die meisten Häuser in Leipzig in den letzten Jahren der DDR aussahen. Folgt man der Straße bis zum Ende, gelangt man auf den wirklich hübschen „Neustädter Markt“ mit der Heilig-Kreuz-Kirche. Als ich dieses Motiv entdeckte, hatte es für mich durch die tief stehende Nachmittagssonne eine besondere Poesie. Die erste Skizze zu diesem Motiv machte ich an einem schönen Herbsttag, als meine Frau und ich in den internationalen Geschäften in der Eisenbahnstraße Lebensmittel und Gewürze zum Kochen orientalischer Gerichte kauften.
Straßenecke im Leipziger Osten  -  Coin de rue à l’est de Leipzig  -  Street corner in East Leipzig
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40

             

 

In den westlichen Stadtteilen Plagwitz und Lindenau – einst von Industriebetrieben geprägt – ist in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Kunst- und Kulturlandschaft entstanden. Besonders die Karl-Heine-Straße entwickelt sich zu einer angesagten Kneipen- und Kulturmeile, die Künstler und Kreative, Start-up-Firmen und alternative Läden anlockt. Dazwischen haben sich viele gastronomische Lokalitäten angesiedelt, die längst dem Geheimtipp-Status entwachsen sind.
In der Karl-Heine-Straße  -  Dans la rue Karl-Heine-Straße  -  In Karl Heine Straße street
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30


             

 

Diese prächtige Gohliser Fabrikantenvilla der Familie Bleichert wurde 1890/91 erbaut. Die Firma Bleichert & Co. stellte Drahtseilbahnen her; das ehemalige Fabrikgebäude befindet sich heute noch auf der gegenüberliegenden Seite in der Lützowstraße. Unter dem Namen "Heinrich-Budde-Haus" bietet die Villa heute eine Heimstatt für ein aktives künstlerisches, kulturelles und sozial engagiertes Vereinsleben. Der umgebende Biergarten „Ginkgobaum“ genießt Popularität weit über den Stadtteil hinaus.
Villa und Biergarten  -  Villa et brasserie-jardin  -  Villa and beergarden
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30

             



Auf der Ecke Goldschmidtstraße / Talstraße steht eines der schönsten Häuser Leipzigs - für mich vielleicht sogar das schönste. Die Fabrikantenvilla im sogenannten Graphischen Viertel gehörte einst den Papierherstellern Sieler & Vogel. Der neobarocke Baustil imponiert, nicht aber der ruinöse Zustand, in dem sich das Haus 2005 befand, als dieses Bild entstand. Überdies brach dort im April 2005 ein Brand aus, was eine Sanierung als fraglich erschienen ließ und viele Leipziger besorgte. Inzwischen wurde das Gebäude jedoch komplett saniert und präsentiert sich seit 2012 in alter neuer Pracht. Im Graphischen Viertel finden sich mehrere Gebäude, die früher wichtige Institutionen im Verlagswesen waren, und die den Ruf Leipzigs als "Buchstadt" einst mit begründeten. Nach und nach werden sie saniert; ein Spaziergang durch das Graphische Viertel offenbart bemerkenswerte architektonische Kleinodien.
Villa im Graphischen Viertel   -   Maison au Quartier graphique   -   House in the ‚Graphical Quarter'
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40

             

 

Jedes Jahr zu Pfingsten treffen sich die Anhänger der Gothic-Szene aus aller Welt in Leipzig zum Wave Gothic Treffen WGT. Sie sind in unserer Stadt sehr gern gesehene Gäste; auch ich mische mich jedes Mal mit wachem Auge, Skizzenblock und Fotoapparat ins Treiben, um die Kreativität der Kostüme und Inszenierungen zu bewundern. Als Kulisse für diese romantischen Gestalten habe ich mir ein typisches Stück Leipziger Innenstadtarchitektur ausgesucht: das Portal von Steibs Hof in der Nikolaistraße.
Steibs Hof: WGT - Wave Gothic Treffen   -   Le Festival Wave Gothic   -   Wave Gothic Festival
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30

              




Am nördlichen Ende der großen Wiese im Rosental – also unmittelbar vor dem Stadtzentrum – verläuft die Emil-Fuchs-Straße, von der hier die Lortzingstraße abgeht. Mich beeindruckt diese Straßenecke wegen ihrer Linien, und weil sie für mich irgendwie typisch für Leipzig mit seinem Bestand an gründerzeitlicher Bausubstanz ist. Besonders hat es mir das Haus auf der linken Seite angetan. Während der größte Teil im Verfall begriffen ist, wurden einige Stelen – wie nur zum Versuch – renoviert.
Häuser in der Leipziger Lortzingstraße  -  Coin de rue à Leipzig, Lortzingstrasse -  Houses in Leipzig, Lortzingstrasse .
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40

             


 

Diese Straßenecke ist ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch den nördlichen Leipziger Stadtteil Gohlis. Wenige Schritte nach rechts kommt man zum Schillerhaus, wo der Dichter 1785 das Lied an die Freude schrieb. Noch ein paar Meter weiter gelangt man zum barocken „Gohliser Schlösschen“ Wer auf so etwas steht, findet in dieser Gegend auch eine kleine Ansammlung von teuren, aber sicherlich guten Nobel-Restaurants. Mich reizte an diesem Motiv die Beschaulichkeit eines Wintertages.
Winterliche Straßenecke in Gohlis  -  Coin de rue à Gohlis en hiver  -  Wintery street corner in Gohlis
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40

 

             
 

 

 

Die Leipziger haben ein besonderes Verhältnis zu ihrer Straßenbahn, deren Anfänge immerhin bis in das Jahr 1896 zurückreichen. Auch ich lege fast alle Wege in der Stadt mit der „Bimmel“ (lokaler Kosename) zurück und bin damit schneller und flexibler als die meisten, die sich im Auto durch den Stadtverkehr quälen. Im nördlichen Stadtteil Möckern befindet sich im alten Straßenbahnhof eine beeindruckende Sammlung historischer Fahrzeuge, die von einem engagierten Verein liebevoll instandgehalten werden. An bestimmten Tagen kann das Depot besichtigt werden, und man sieht die historischen Bahnen auch immer mal im Stadtbild, wenn sie für „Erlebnisfahrten“ im Einsatz sind.
Historischer Straßenbahnhof   -   Ancien dépôt de trams   -   Historical tram depot
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40


             



Rund dreißig Immobilien in der Leipziger Innenstadt dienten einst als Ausstellungspaläste zu den Leipziger Messen. Heute sind darin größtenteils Büros und Geschäfte untergebracht. Mit ihren prächtigen Gründerzeitfassaden geben sie Leipzig ein mondänes, weltstädtisches Flair. Hier im Bild der Reichshof, und links angeschnitten der Handelshof. Diese Stelle, an der die Grimmaische Straße und die Reichsstraße einander kreuzen, ist zu jeder Tageszeit ein besonders belebter Ort im Leipziger Stadtzentrum: viele wichtige Sehenswürdigkeiten sind von hier nur wenige Schritte entfernt.
Messepaläste in der Grimmaischen Straße   -   Des palais d’exposition dans la rue Grimmaische Straße   -   Trade Fair palaces in Grimmaische Straße road
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40


             

 

 

 

Dieses Bild zeigt das Barfußgässchen, das unmittelbar vom alten Leipziger Markt abgeht und sich als Kneipenmeile bei Touristen wie Leipzigern großer Beliebtheit erfreut. Ich wollte hier die Stimmung eines zeitigen Nachmittags wiedergeben, bevor sich die Szenerie mit Menschen füllt und alle Plätze auf den Freisitzen restlos besetzt sind. Das Barfußgässchen ist wie ein Theater - hier einen Abend lang zu sitzen und die Leute zu beobachten, ist wirklich ein amüsanter Zeitvertreib.
Gasse im Leipziger Zentrum   -   Ruelle au centre de Leipzig   -   Lane in Leipzig's city centre
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30

             
             
 

 

 

 

Von außen eher schlicht wirkend, beeindruckt die Nikolaikirche beim Betreten mit einem überraschend freundlichen und hellen Interieur. Trotz der Farbigkeit und der Verspieltheit im Detail handelt es sich bei diesem Stil nicht um Barock. Vielmehr sprechen die großen Linien die klare Sprache des Klassizismus. Das Kircheninnere soll an einen Garten erinnern.Die Geschichte der Kirche ist mit den Namen Luthers und Bachs verbunden – vor allem aber mit dem Herbst 1989. die „Friedliche Revolution“, die zur Wiedervereinigung Deutschlands und zum Ende des Kalten Krieges führte, hatte in den Friedensgebeten in der Nikolaikirche ihren Ursprung. 
In der Nikolaikirche Leipzig  -  Dans l’église St. Nicholas à Leipzig  -  In St. Nicholas Church Leipzig
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30


             


 


Das Neue Rathaus, um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert dort errichtet, wo zuvor die Pleißenburg stand, sollte der Macht und dem Reichtum der Messe- und Handelsstadt Leipzig Ausdruck verleihen. Dieser gründerzeitliche Prachtbau ist ebenso wuchtig und dadurch beeindruckend wie das Gericht, dessen Kuppel den Vordergrund dieses Bildes dominiert.
Leipziger Skyline  -  Les toits de Leipzig  -  Leipzig Skyline
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40


             



Von den Geschäftsräumen der Leipzig Tourismus & Marketing GmbH im Cityhochhaus aus, die herrliche Panoramablicke über Leipzig bieten, konnte ich eine Skizze machen, die dann die Grundlage für dieses Aquarell bildete. Links im Hintergrund ist der Hauptbahnhof zu sehen, vorn der Augustusplatz mit der Oper. Dieser Platz schrieb vor allem in jüngerer Vergangenheit Weltgeschichte: auf ihm versammelten sich im Herbst 1989 die Teilnehmer der friedlichen Montagsdemonstrationen.
Der Leipziger Augustusplatz   -   La Place Auguste à
Leipzig   -   St. August square in Leipzig
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30


             




Hier eine andere Ansicht des Augustusplatzes, mit dem verschneiten Mende-Brunnen im Vordergrund. Das futuristisch anmutende Paulinum (Aula und Universitätskirche St. Pauli)  entsteht seit 2007 an der Stelle, an der 1968 vom DDR-Regime die Paulinerkirche gesprengt wurde. Die festliche Einweihung des Paulinums ist für Dezember 2014 geplant. Mich erfreut, dass der mutige architektonische Entwurf, der einen modernen Tribut an die alte Paulinerkirche zollt, von den meisten Leipzigern positiv aufgenommen wird.
Augustusplatz im Winter  -  La place Augustusplatz en hiver  -  August Square in winter
Aquarell – Aquarelle – Watercolour, 15 x 19


             

 


Die Petersstraße ist einer der chicen Flanier- und Einkaufsboulevards direkt im historischen Altstadtzentrum. Das Motiv wird dominiert vom Rot der prächtigen Fassade des Klingerhauses, welches in den 1870er Jahren erbaut wurde. Der Name verweist nicht auf den berühmten Maler; vielmehr handelt es sich um das Geschäftshaus der Leipziger Unternehmerfamilie Klinger.
Petersstraße  -  La rue Petersstraße  -  In Peters Street
Aquarell – Aquarelle – Watercolour, 15 x 19


             



Leipzig hat Stil, Leipzig ist anders, Leipzig ist lebensfroh. Als Ausdruck dessen tanzt ein Paar mitten in der Kuppel der Mädlerpassage ein paar Walzerschritte. Den Hintergrund dieser Szene bildet das Café-Bistro Kümmelapotheke. Es hat Tradition, und hier verbindet sich sächsische Gemütlichkeit perekt mit mediterran-charmanter Leichtigkeit. Es ist mein Lieblingscafé in Leipzig, das ich gerne wärmstens empfehle. Hier auf einen Kaffee, Wein oder Imbiss zu verweilen und dem Treiben der Passanten an einem der zentralsten Plätze der Stadt zuzuschauen, ist ein Stück authentische Leipzig-Erfahrung.
Leipziger Lebensart  -  Le savoir-vivre de Leipzig  -  Leipzig Way of Life
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40

             

 

Dieses Bild zeigt den Saal der Tanzschule, in der meine Frau und ich seit Jahren dem schönen Hobby des Standard- und Lateintanzens nachgehen. Die Tanzschule Schrittfest neben dem Grassimuseum (hier der Link) können wir allen Tanzbegeisterten – und vor allem denen, die es noch werden wollen – sehr empfehlen.
In der Tanzschule  -  A l’école de danse  -  At the dancing school
Aquarell – Aquarelle – Watercolour, 30 x 40

             

 

Prachtvolle Gründerzeitfassaden, wie sie für Leipzig typisch sind, säumen den Platz, der nach einem berühmten Dirigenten benannt ist. Der aus Ungarn stammende Arthur Nikisch wirkte bis zu seinem Tode 1922 in Leipzig. Im Hintergrund ist das Schauspielhaus zu sehen. Hier beginnt die Leipziger Westvorstadt.
Am Nikischplatz  -  La place Nikisch   -   Nikischplatz Square
Aquarell – Aquarelle – Watercolour, 15 x 19


             




Dieses Motiv kann als typisch für Leipzig gelten. Über 120 Hektar, also rund ein Drittel der Fläche Leipzigs, besteht aus Parks und Wäldern. Der Clara-Park (hier rechts) beginnt unmittelbar vor dem Portal des Neuen Rathauses und durchzieht den gesamten Leipziger Westen. Typisch auch die geschlossene Front vornehmer Gründerzeit-Häuser. Wer übrigens hier wohnt oder sein Büro hat, der hat es „geschafft“. Die Lasallestraße gehört zu den nobelsten Adressen in Leipzig.
Straße am Park im Morgenlicht   -   Rue au parc dans la lueur du matin   -   Park street in morning light
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40


             

 

Die Georg-Schumann-Straße erstreckt sich über drei nördliche Stadtteile und ist Leipzigs längste Straße. Teilweise präsentiert sie sich noch so trostlos wie in den letzten Jahren der DDR oder schlimmer. Vielerorts keimen aber Kreativität und spannende Kulturprojekte. Wie die „Nacht der Kunst“ (hier der Link), bei der sich zahlreiche, teils leer stehende Locations für eine Nacht in eine Galerie oder einen Kreativraum für innovative Projekte verwandeln. Erst durch die Nacht der Kunst habe ich die Schumannstraße auch als Malmotiv entdeckt: hier sind zwei davon.
Georg-Schumann-Straße I und II  -  Georg-Schumann-Straße I et II  -  Georg-Schumann-Straße I and II
Aquarell – Aquarelle – Watercolour, 17 x 24

             

                         

 

Mitten im belebten Leipziger Stadtgebiet findet man mitunter Orte, die fast eine kleinstädtische Idylle ausstrahlen oder eine Insel der Ruhe sind. Dazu gehört für mich das Lindenauer Wehr (hier im Rücken des Betrachters), etwas westlich vom Stadtzentrum. Bis in die 70er Jahre dienste es der Energieversorgung eines Handwerksbetriebes; heute reguliert es den Fluss der Kleinen Luppe.
Am Lindenauer Wehr  -  Barrage d’eau à Lindenau  -  At the Lindenau weir
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40

             

 

Auch wenn der Bayrische Bahnhof südöstlich des Stadtzentrums heute nur noch eine S-Bahn-Station ist, zeugt der Portikus von einer stolzen Vergangenheit. Der Bahnhof wurde 1842 von der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn-Compagnie in Betrieb genommen und galt bis zu seiner Schließung im Jahr 2001 als der älteste in Betrieb befindliche Kopfbahnhof Deutschlands; einige Quellen sprechen sogar vom ältesten noch erhaltenen Kopfbahnhof der Welt. Die matschige Szenerie des Platzes ist den Bauarbeiten für den 2013 in Betrieb genommenen City-Tunnel geschuldet.
Bayrischer Bahnhof  -  La gare Bavarienne  -  Bavarian Train Station
Aquarell – Aquarelle – Watercolour, 15 x 19


             




Eingangs sprach ich an, dass ich auch den melancholischen Industriebrachen, die man in Leipzig findet, eine ganz eigene Poesie abgewinnen kann. Dies trifft für diese Ruine einer traditionsreichen Brauerei zu, die recht zentral - gleich nebem dem Grassimuseum mit Altem Johannisfriedhof - gelegen ist. Die Formen und Architektur des Gebäudeensembles finde ich ebenso bemerkenswert wie die Geschichte der Leipziger Familienbrauerei Ernst Bauer. Seit 1852 wurde in den Gebäuden am Täubchenweg gebraut Zu DDR-Zeiten in den 70er Jahren verstaatlicht, hat das Bauer-Bier doch meine Generation unter der Marke Turmbräu durch die Jugend begleitet. 1992 wurde die Firma Bauer reprivatisiert. Leider musste der Braubetrieb in diesen Gebäuden 2008 eingestellt werden, und inzwischen (Sommer 2011) haben die Abrissarbeiten begonnen.
Brauereiruine (Familienbrauerei Ernst Bauer)  -  La ruine d'une brasserie  -  Ruin of a brewery
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40

              
 
 
 
Hier blickt der Betrachter die Friedrich-Ebert-Straße entlang in Richtung Norden zum Waldplatz. Die Villa auf der linken Seite gehörte dem Unternehmer August Louis Davignon und wurde von Arwed Roßbach, einem überragenden Leipziger Architekten des späten 19. Jahrhunderts, im Stil der Neorenaissance erbaut. Nach aufwändiger Sanierung ist diese Villa heute das „Haus ohne Barrieren“, ein Begegnungszentrum für Behinderte und Nichtbehinderte. Baulücken sind für das Stadtbild Leipzigs nicht untypisch. Etwas rechts von der Mitte ist ein Trümmerhaufen zu sehen. Ob der Abriss der Nummer 81, eines Wohnhauses mit märchenhafter neogotischer Fassade, im Frühjahr 2006 wirklich unumgänglich war, ist unter Leipzigern heftig umstritten.
Villa und Baulücken - La villa et les lacunes - Villa and empty sites
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40


              

 

  
Auch wenn Leipzig nicht den einen großen Fluss hat, der das Stadtzentrum in der Art von Elbe oder Rhein prägt, so gibt es doch ein ganzes Netz von kleineren Flüssen und Kanälen mit vielen reizvollen Details. Dies ist ein Blick auf ein Stück Pleiße in der Nähe des Naturkundemuseums (rechts angeschnitten).
Fluss am Museum - Rivière auprès de la musée - Riverside at the museum
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30

             

 

Im Winter 2009 / 2010 fiel in Leipzig außergewöhnlich viel und lange Schnee. Ein Anblick, an den ich mich aus meiner Kindheit gut erinnern kann. Sofern man nicht gerade mit dem Auto fest steckt oder sich über andere winterliche Ungelegenheiten ärgern muss, finde ich, dass viel Ruhe und Poesie in einer verschneiten Landschaft liegt – oder auch in dieser Straße im Stadtteil Gohlis.
Winterliche Straße in Leipzig  -  Rue Leipzigoise en hiver  -  A wintery street in Leipzig
Aquarell – Aquarelle – Watercolour,  30 x 40


             

 

An einem Apriltag hatte ich Lust, das für diesen Monat typische Wetter in einem Bild einzufangen: die rasche Aufeinanderfolge von Sonnenschein und Regenschauern. Als Motiv dafür habe ich diese Fabrikruine neben einer Eisenbahnbrücke in Eutritzsch gefunden, einem nördlichen Leipziger Stadtteil, der sich unmittelbar an Gohlis anschließt.
Aprilwetter in Eutritzsch   -   Le temps qu'il fait au mois d'avril   -   April weather
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 24 x 32

              

 

Ein Blick über den Karl-Heine-Kanal auf Plagwitz. Dieser westlich vom Zentrum gelegene Stadtteil war lange Zeit Standort für Leipziger Produktionsbetriebe. Straßennamen wie "Gießereistraße" und "Industriestraße" weisen noch heute darauf hin. So ist Leipzig-Plagwitz von zahlreichen Zeugnissen gründerzeitlicher Industriearchitektur geprägt.
Blick auf Plagwitz  -  Vue sur Plagwitz  -  View of Plagwitz
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40

              

 

Noch ein Bild mit einer Gondel: dieses Mal treibt sie mit hochsommerlicher Gemächlichkeit auf dem bereits erwähnten Karl-Heine-Kanal. Mit der Restaurierung des „Stelzenhauses“ 2001 – 2003  erwachte ein besonders sperriges Relikt der Schwerindustrie zu neuem Leben. Wuchtige Betonstützen tragen die klinkerverkleideten, schmucklosen Riegel – Zeugnisse einer streng funktionalistischen Moderne. Heute befinden sich in dem früheren Wellblechwalzwerk Ateliers, Büros, und ein Café, das in der Innengestaltung den Stil des Stelzenhauses aufgreift. Die einen finden es hässlich, die anderen kultig – auf jeden Fall gehört es zu den „angesagten“ Szene-Locations der Stadt. 
Das Stelzenhaus  -  La maison aux échasses   -  The Stilt House
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30

               

 

Auch wenn die Wirtschaft der DDR nicht gerade durch einen Überfluss an Konsumgütern gekennzeichnet war, so gab es doch Reklame. An die "Tausend Tele-Tipps", den Minol-Pirol oder Baden mit Badusan erinnern sich sicher noch die meisten. Diese schöne Leuchtreklame wurde 1973 geschaffen und wirbt für Fertiggerichte des VEB Feinkost Leipzig. Die "Löffelfamilie", wie sie liebevoll genannt wird, gehört zu den Wahrzeichen der Szenemeile Karl-Liebknecht-Straße. Mit dem am Straßenrand geparkten "himmelblauen Trabant" dürfte ich das augenzwinkernde Ostalgie-Idyll perfekt gemacht haben.
Löffelfamilie  -  La „famille aux cuillières“  -  The „Spoon Family“

Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 30 x 40


             
 


Frische und Duftigkeit soll diese historische Reklame für eine bekannte Waschmittelmarke suggerieren. Einen interessanten Kontrast dazu bilden einige Fassaden der Zschocherschen Straße, die nicht ganz so frisch aussehen. Dieses Bild ist an einem sehr schönen Mainachmittag entstanden, als ich mich an den blühenden Bäumen und Frühlingsdüften freuen konnte. Die ursprüngliche König-Johann-Brücke wurde 1862 erbaut. Zwischen 1997 und 1999 wurde sie abgebrochen und neu wieder aufgebaut. Sie überquert den Karl-Heine-Kanal. Die italienische Computer-Künstlerin Elisa hat dieses Bild in einer ihrer romantischen Kreationen zitiert. Wer neugierig ist, kann diesen Link klicken und nach unten scrollen.
Maidüfte   -   Les parfums du mai   -   The fragrance of May
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 32 x 24

 
               

 

Etwa eine Dreiviertelstunde von Leipzig entfernt liegt die sächsische Stadt Kriebstein mit der gleichnamigen Burg. Schon landschaftlich ist diese Gegend reizvoll: der Fluss Zschopau, die schroffe Felslandschaft des Zschopautals und die Talsperre sind bei Wanderern und Erholungssuchenden beliebt. Die Burg Kriebstein selbst ist für mich eine der schönsten Burgen, die ich kenne. Sie hat auf mich eine romantische Ausstrahlung; man könnte hier Märchenfilme drehen. Wer Näheres über Geschichte, Architektur etc wissen möchte, dem empfehle ich zwei Webseiten. www.burg-kriebstein.de ist die offizielle Seite der Burg, die in der Obhut der staatlichen sächsischen Schlösserverwaltung steht. Die private Seite eines engagierten Sammlers und Liebhabers seiner Heimatregion, www.burg-kriebstein.com, bietet ebenfalls viel Wissenswertes und viele Bildmotive.
Burg Kriebstein   -   Le château de Kriebstein   -   Kriebstein Castle
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30


              


Burg Kriebstein über der Zschopau   -   Le château de Kriebstein sur le Zschopau   -   Kriebstein Castle upon the Zschopau River
Aquarell - Aquarelle - Watercolour, 40 x 30


              

 

 





 

 

 

 

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